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Süddeutsche
Zeitung - Landkreis München - 5. Mai 2008
Sehnsucht und Herzschmerz
„Ars Noah" veranstaltet Walpurgiskonzert in Ismaning
Ismaning • Corazon bedeutet Herz. Ein
Wort, das beim Tango Argentino immer wieder vorkommt. Denn in den
melancholischen Liedern des argentinischen Tangos geht es genau darum -
um Herzensangelegenheiten. Die Lieder erzählen von verlorenen
Lieben, von Sehnsucht, Heimweh, Armut und Herzschmerz. ...
... wollte man dem Publikum ein ganz spezielles Hörvergnügen
bescheren. Das ist den Initiatoren wirklich gelungen. Denn die
argentinische Sängerin Sandra Nahabian und der in München
gebürtige Gitarrist Martin
Ruppenstein begeisterten mit ihren
melancholischen und zugleich beschwingten Tango-Liedern. Mit ihrem
warmen Mezzo-Sopran umschmeichelte Nahabian ihr Publikum förmlich,
wenn sie vom meist traurigen Schicksal der in Buenos Aires gestrandeten
Seelen sang. „Wie viele Menschen suchten ihr Glück in Buenos Aires
und was sie fanden war Illusion". ...
Martin
Ruppenstein und Sandra Nahabian haben zwar beide viele Jahre in
Buenos
Aires gelebt und gearbeitet und studiert. Begegnet sind sie sich jedoch
erst vor vier Jahren in München. „Es ist ein Luxus, von einem
Gitarristen wie Martin
Ruppenstein begleitet zu werden", schwärmt
die Sängerin. Und sie erzählt von dem großen
Unterschied wischen dem gesungenen und dem getanzten Tango.
Während man den gesungen Tango in Argentinien überall im
Radio hören kann, wird die früher so verpönte getanzte
Version auch bis heute nur in einer kleinen Szene zelebriert. Am Ende
des Konzertes gab es für die beiden Künstler noch eine kleine
Erinnerung an die Walpurgis-Nacht: zwei echte Hexenbesen.
JUTTA OESMANN
Süddeutsche Zeitung - Landkreis München - 16.
Oktober 2006
Auf der Suche nach
einer Umarmung
„Aires de tango" und Sandra Nahabian entführen in die Barrios von
Argentinien
Unterhaching • „Der
Tango ist ein trauriger Gedanke, den man tanzen kann". Dieser Satz
stammt von Enrique Santos Discepolo, einem der bedeutendsten
Tangokomponisten. In seiner Heimat Argentinien, genauer in den
Hafenvierteln und Barrios von Buenos Aires und Montevideo, entstand in
der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts der Tango Argentino. Er
erzählt von sozialer Not, vergangener Liebe und der Sehnsucht nach
der Heimat.
In diesen bitter-süßen Kosmos von Verzweiflung und
Lebensfreude entführten am Samstagabend im Kubiz die Gruppe „aires
de tango" und die argentinische Sängerin Sandra Nahabian ihre
Zuhörer. ...
... Die gekonnten Arrangements des Abends stammten vom Gitarristen des
Trios „aires de tango" Martin
Ruppenstein. Er hat über zehn Jahre
in Buenos Aires gelebt und an der „Escuela de Musica Popular de
Avellaneda" Tango, argentinische Folklore sowie Jazzgitarre studiert.
Mit dem sehnsuchtsvollen „Corazon al sur", einem Lied über den
„ewig währenden Schmerz" namens Heimweh, ließ der mit einer
Argentinierin verheiratete Musiker das Publikum ein wenig von seiner
Leidenschaft für dieses Land spüren.
FRANZISKA GÜNTHER
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